Im Rahmen der
ESL in Köln lud ASUS letztes Wochenende ein, um ihr neues Flaggschiff der kommenden LGA1156-Plattform vorzustellen. Features wie
ROG Connect, MemOK und MemTune heben das
Maximus III Formula deutlich vom Mainstream-Bereich ab.
Das
ASUS Maximus III Formula präsentiert sich auf den ersten Blick in einem
leicht erneuerten Farbschema, das nun gänzlich den Farben des
Republic of Gamers-Logos angeglichen ist. Daneben sticht natürlich der große, aber relativ einfache Kühlkörper im Bereich der ehemaligen Southbridge heraus, unter dem sich der neue
Platform Controller Hub der LGA1156-Plattform befindet. Unter den erfreulich niedrigen Kühlkörpern über und neben dem Sockel befindet sich das
16-phasige VRM. Der Kühler zwischen CPU und PCIe-x16-Slot dient allerdings mehr als Zierde, denn darunter liegt lediglich der Taktgeber.
Das Maximus III Formula gibt sich schlussendlich dem ROG-Stil hinSoweit zu den sichtbaren Neuerungen. Wie bei jeder neuen Mainboard-Generation hat ASUS eine Menge Features unter der Haube verstaut und war auch wieder kreativ bei der Namensgebung:
ROG ConnectHinter diesem Begriff befindet sich die vermutlich interessanteste Neuheit von ASUS. Das Feature gibt die Möglichkeit ein
System extern, zum Beispiel via Notebook, zu
übertakten. Dazu wird ein eigener USB-Anschluss verwendet, bei dem mittels Switch zwischen USB-Funktionalität oder
ROG Connect umgeschaltet werden kann. Der zweite Rechner wird ebenfalls über
USB angeschlossen, jedoch muss ein
spezielles Kabel verwendet werden, bei dem lediglich die Datenpins ausgeführt sind. Dieses soll dem Mainboard beiliegen. Am Zielsystem wird dabei laut ASUS keine zusätzliche Software benötigt. Lediglich auf dem Steuerungssystem muss das, optisch an
V-Turbo angelehnte, Programm installiert werden.
ROG Connect ähnelt der bekannten Software Turbo-V, nur wird das System "remote-overclocked" ©In einer kurzen Live-Demo konnten wir uns überzeugen, dass
ROG Connect schon fertig implementiert wurde und problemlos anwendbar war. Natürlich waren die probierten Taktraten noch nicht sonderlich berauschend. Fraglich ist, ob
"Remote-Overclocking" in der Praxis wirklich Vorteile bringt. Unter Umständen bleibt das System während der schrittweisen Steigerung von Spannungen und Taktraten
insgesamt stabiler? Wir werden es herausfinden. Doch selbst wenn nicht, dann könnte sich
ROG Connect als sinnvoll herausstellen, denn dieselbe Technik soll ermöglichen, das BIOS nach einem
missglückten Flash-Versuch wiederherzustellen, solange der Chip selbst keinen Schaden aufweist. Wir sind gespannt, wie oft dies dann in der Praxis den Karren tatsächlich aus dem Dreck ziehen kann.
ROG Game FirstEin interessantes, wenn auch kein innovatives Feature steckt hinter dem Namen
ROG Game First, bei dem gewissen Anwendungen eine
höhere Priorität im Datenverkehr der Netzwerkkarte gegeben wird. In diesem Fall zielt man klarerweise auf Gamer ab, die trotz verstärktem Up-/Download ohne Lags zocken wollen. Im Prinzip handelt es sich schlicht und ergreifend um einen simplen Zugang zu einem
QoS-Dienst, so wie er (für Entwickler) schon standardmäßig in jeder neueren Windows-Version zu finden ist.
ROG MemOK und MemTuneBei Problemen mit
neuen Speichermodulen soll
ROG MemOK helfen zumindest ein
bootfähiges System zu bekommen. Wenn also alle Stricke reißen, dann lässt sich mittels Knopf am Mainboard die MemOK-Routine starten, die über mehrere Durchläufe selbstständig diverse Profile durchprobiert, um zum Erfolg zu kommen. Über den LCD-Poster kann der Fortschritt auch mitverfolgt werden und nach etwa 2-4 Minuten sollte man mit einem Bootscreen beglückt werden. In einer Live-Demo wurde MemOK natürlich ebenfalls erfolgreich präsentiert, allerdings bleibt auch hier die Frage wie gut sich dieses Feature letztendlich beim Endkunden bewähren wird.
MemTune soll hingegen auf BIOS-Ebene das Einstellen der Speicherparameter erleichtern und übersichtlicher gestalten. Praktischerweise können die neuen Werte auch gleich mit einem
integrierten Stabilitätstest grob getestet werden.
Das
ASUS Maximus III Formula wird voraussichtlich
Mitte September auf den Markt kommen. Leider konnten wir dem Hersteller bis dato noch keinen Preis entlocken, doch wenn sich der
Core i5 als guter Übertakter herausstellt - und die Weiterentwicklungen der Overclocking-Tools geben definitiv Hoffnung - dann wird dies für unsereins ohnehin nicht von einem Kauf abschrecken können.
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