Die Power-Box
URL: https://www.overclockers.at/sonstige-peripherie/die-power-box_229108/page_1 - zur Vollversion wechseln!
karlstiefel schrieb am 06.03.2012 um 10:51
Ich habe (mal wieder) viel zu viel auf Ikeahackers.com gesurft und eine clevere Ladestation gefunden. Leider werden die in diesem Projekt verwendeten Boxen nicht mehr von Ikea vertrieben.
Ziel des Projekts:
Eine gut aussehende Box, in der man den ganzen Kabelsalat von Ladegeräten verschwinden lassen kann. Gleichzeitig soll es ein schicker Aufbewarungs-Ort für Handys, MP3-Player und ähnliche Geräte sein.
Dafür hole ich mir eben eine Pränt Box von Ikea. Damit ich eine Steckerleiste auch praktisch hinein legen kann, habe ich eine Seite verkehrt eingebaut. Dazu musste ich die Bodenplatte um etwa 3 mm kürzen. Als Steckerleiste habe ich ein Model mit An/Aus Knopf gewählt, dieser wird später noch an der Innenwand angebracht.
Den Deckel habe ich auf die Innenmaße zugeschnitten und ein Griff-Loch hinzugefügt. Diese Stelle wurde besoners rund abgeschmirgelt, da man hier für das Öffnen/Schließen der Kiste hin greifen muss.
Das Loch von der umgedrehten Seite hat die perfekte Größe, der Stecker von der Leiste passt genau durch.
Die Seiten-Teile des Deckels wurden kurzerhand innen angeklebt um die neue Zwischenplatte zu stützen. Die höhe wurde so gewählt, dass die Zwischenplatte von dem Griff-Loch genau so weit weg ist wie das Loch von der oberen Kante der Kiste.
Damit das Ganze auch etwas her macht, habe ich den Deckel mit einer Kollage aus einem Buffy-Comic beklebt. Der war günstig zu haben und ist echt gut gezeichnet.
Für eine verbesserte Kabelführung habe ich ein Stück Schaumstoff zugeschnitten und Schlitze für die Kabel hinzugefügt. Dieser wird nach der Folierung des Deckels unten angeklebt.
Die Stecker-Leiste ist von Oregon Scientific und hat ein sehr nettes Feature: Die einzelnen Steckdosen schalten sich ab, wenn ein Gerät im Standby-Modus ist (allerdings ist das Feature abschaltbar). Somit wird kein weiterer Strom verbraucht, wenn das Handy fertig geladen ist. Zusätzlich wird eine Steckdose immer mit Strom versorgt. Durch eine LED wird angezeigt, ob die Leiste gerade eingeschaltet ist - dies ist eine sehr nette passive Beleuchtung für die Innenseite der Kiste. Fraglich ist, ob das auch nach der Färbung noch zu sehen ist.
Update: Die Power-Box ist fertig!
Die Kiste wurde mit schwarzem Sprühlack eingefärbt. Dieser hält zwar ordentlich und deckt ideal ab, ich durfte die Kiste aber einige Tage draußen lassen weil sie so gestunken hat. Da der Lack-Geruch aber mittlerweile verflogen ist, darf die Power-Box auch drinnen schlafen 
Der Deckel wurde zunächst mit den Comic-Schnipseln beklebt und anschließend foliert (mit der Folie, die wir früher alle zum SChulbücher einbinden verwendet haben). Der Schaumstoff wurde angeklebt.
Eine verworfene Idee wäre gewesen, gegen eventuelle Überhitzung noch einen großen Lüfter in den Boden/Rückwand der Kiste einzubauen. Dafür hätte ich ein Loch hinein geschnitten un den Lüfter angeklebt. Leider ist es etwas umständlich, einen einzelnen Lüfter an den Stromkreis anzuschließen, ohne etwas selbst zu löten. Das wäre mir wiederum zu umständlich gewesen. Außerdem bietet die Kiste einen praktischen Luftstrohm, der vom Loch für die Stecker-Leiste zum Griff-Loch zieht. Aber vielleicht weiß da der wHm noch eine elegante Lösung für dieses nichtexistente Problem.
Hier sind meine Konzept-Skizzen dazu:
Bisherige Kosten:
Pränt Box 13 Euro
Stecker-Leiste 15 Euro
Comic 3 Euro
Sprüh-Farbe 8 Euro
Gesamtkosten also 39 Euro.
Weitere Schritte:
Einen USB-Strom-Adapter mit zwei Anschlüssen kaufen (ersetzt den geplanten USB-Hub)
Den An/Aus-Knopf ankleben
grond schrieb am 06.03.2012 um 10:55
Bilder davon wären noch sehr interessant 
edit: zu früh gepostet 
karlstiefel schrieb am 06.03.2012 um 11:08
Heute wird gesprüht (1. Anstrich von mindestens 2)
Danach kommen natürlich weitere Fotos!
Locutus schrieb am 06.03.2012 um 11:28
Irgendwie kann ich mir nix drunter vorstellen. Bin schon gespannt wie das Endergebnis aussehen wird.
scarabeus schrieb am 06.03.2012 um 11:43
finde die Idee super!
Bin schon gespannt wie das Ergebnis aussehen wird!
nexus3729 schrieb am 06.03.2012 um 13:39
hmm das mit dem automatischen abschalten funktioniert bei so kleinem verbrauch eines Handyladegeräts? Bzw eigentlich wegen der kleinen Differenz zwischen Laden und nicht laden?
karlstiefel schrieb am 06.03.2012 um 13:54
hmm das mit dem automatischen abschalten funktioniert bei so kleinem verbrauch eines Handyladegeräts? Bzw eigentlich wegen der kleinen Differenz zwischen Laden und nicht laden?
War selber überrascht aber ja, das funktioniert tatsächlich.
Habe es bisher zwar nur mit meinem Handy probiert aber da hat es funktioniert.
Leider muss man die Steckerleiste beim Anschließen von einem neuen Gerät "rebooten", damit es das erkennt und richtig funktioniert.
Das ist schon ein eindeutiges Anzeichen, dass wir im 21. Jahrhundert angekommen sind: man kann Steckdosen rebooten...
nexus3729 schrieb am 06.03.2012 um 14:01
Kann man den Reboot für jede einzelne Steckdose machen oder immer nur für alle gemeinsam (was ich gesehen habe ist ja eine permanent on und 4 die standby geregelt sind?)
karlstiefel schrieb am 06.03.2012 um 14:22
Kann man den Reboot für jede einzelne Steckdose machen oder immer nur für alle gemeinsam (was ich gesehen habe ist ja eine permanent on und 4 die standby geregelt sind?)
Reboot gilt für alle 4 Steckdosen. Diese haben dann einen Soll-Zustand - wird weniger Strom gebaucht als in diesem Zustand, dreht sie sich ab. Das wird auch beim An/Ausschalten gespeichert.
Die eine ist eine permante Steckdose, richtig.
daisho schrieb am 06.03.2012 um 14:39
Ich lese normalerweise gerne solche Projekttagebücher, aber eine Schachtel zu "erschaffen" bei der einfach in einem doppelten Boden die ganzen Ladegeräte/Netzteile liegen finde ich jetzt nicht weltbewegend 
Hauptsache es macht Spaß und sieht nachher gut aus :thumbsup:
karlstiefel schrieb am 06.03.2012 um 14:51
Ich lese normalerweise gerne solche Projekttagebücher, aber eine Schachtel zu "erschaffen" bei der einfach in einem doppelten Boden die ganzen Ladegeräte/Netzteile liegen finde ich jetzt nicht weltbewegend 
Hauptsache es macht Spaß und sieht nachher gut aus :thumbsup:
Ist jetzt auch nicht so die weltbewegende Werkstatt-Arbeit, sowas habe ich nicht drauf.
Betrachte es als Ikea-Hack 
prronto schrieb am 06.03.2012 um 14:58
Ich hab auch schon öfter über sowas nachgedacht....Danke für die Erinnerung 
Denkst Du, es würde Probleme mit den Temps geben, wenn die Kiste etwas niederiger zusammengeschnitten werden würde?
Mir wär die so nämlich zu hoch weil sowas bei mir auf einem Tisch/Kastl stehen würde.
Wenn´s bei Dir am Boden steht, macht das natürlich Sinn so.
karlstiefel schrieb am 06.03.2012 um 15:00
Ich hab auch schon öfter über sowas nachgedacht....Danke für die Erinnerung 
Denkst Du, es würde Probleme mit den Temps geben, wenn die Kiste etwas niederiger zusammengeschnitten werden würde?
Mir wär die so nämlich zu hoch weil sowas bei mir auf einem Tisch/Kastl stehen würde.
Wenn´s bei Dir am Boden steht, macht das natürlich Sinn so.
gibt die Kiste auch kleiner, vielleicht ist das eher was für dich.
Ich werde das fertige Stück wohl neben das Sofa stellen, da brauch ich eine etwas höhere ablage-Fläche.
clauskadrnoschka schrieb am 08.03.2012 um 08:28
Ist jetzt auch nicht so die weltbewegende Werkstatt-Arbeit, sowas habe ich nicht drauf.
Betrachte es als Ikea-Hack 
Eigentlich egal, wie groß/klein/kompliziert/einfach ein Projekt ist; auch wenn die Ladebox anscheinend nicht jedem Anspruch genügt...daisho könnt ja eine Highend-Version draus machen 
Vor allem misst man(n) durch die eigene Arbeit/Planung, Gegenständen des täglichen Gebrauchs mehr Anerkennung zu...selbst bei diesen "einfachen" Dingen wie Ladebox oder wie bei mir eine Lagerbox für RAM-Riegel/Reduzierung für Auspuffblende können teilweise Stunden vergehen...
karlstiefel schrieb am 16.03.2012 um 11:07
So, fertig das Teil!
Bilder und Beschreibung wurden hinzugefügt.
overclockers.at v4.thecommunity
© all rights reserved by overclockers.at 2000-2026